Informationen zum Mammographie-Screening

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Im Laufe ihres Lebens erkranken etwa 10% aller Frauen daran, die meisten jenseits des 50. Lebensjahres.


Urheber: Kooperationsgemeinschaft Mammographie

Um die Sterblichkeit von Frauen an Brustkrebs durch Früherkennung zu senken, wurde das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening-Programm auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses des Deutschen Bundestages und des Bundesrates im Jahr 2002 eingeführt.

Der Begriff „Screening“ bedeutet, dass eine bestimmte Untersuchung (hier die Mammographie) allen Menschen (hier Frauen) einer Altersgruppe ohne Krankheitsanzeichen angeboten wird, um so eine Krankheit (hier Brustkrebs) frühzeitig erkennen und gut behandeln zu können.

Durch das Screening auf Brustkrebs ist es möglich, Frauen zu finden, die bereits erkrankt sind, jedoch bisher noch keine Anzeichen auf die Erkrankung entdeckt wurden. Verhindert werden kann die Entstehung von Brustkrebs dadurch jedoch nicht.

Im Rahmen des Mammographie-Screenig-Programms haben Frauen, die zwischen 50 und 69 Jahre alt sind, alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie-Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs.

Bei der Mammographie wird die weibliche Brust geröntgt. Nach heutigem Wissensstand sind andere Methoden für das Brustkrebs-Screening nicht geeignet. Das in Deutschland aufgebaute Programm entspricht höchsten Qualitätsanforderungen unter Einbeziehung der EU-Leitlinien. Solche Anforderungen sind beispielsweise:

  • Jede Röntgenaufnahme der Brust (Mammographie) muss von zwei besonders geschulten Ärzten beurteilt werden.
    • Jeder dieser Ärzte wiederum ist verpflichtet, die Mammographien von mindestens 5000 Frauen im Jahr zu beurteilen.

  • Besteht eine Verdachtsdiagnose, erfolgt die entsprechende Abklärung innerhalb des Früherkennungsprogramms.
    • Alle beteiligten Ärzte werten die Ergebnisse gemeinsam aus und besprechen das weitere Vorgehen.

  • Dieses Programm darf nur von einer besonders qualifizierten Einrichtung, der so genannten Screening-Einheit, durchgeführt werden.
    • Eine Zertifizierung und regelmäßige Rezertifizierung ist Voraussetzung.

Die Teilnahme der Frauen am Screening-Programm ist freiwillig. Gesetzlich Versicherte erhalten die Untersuchung kostenlos. Für privat Versicherte können individuelle Regelungen gelten.

Das Mammographie-Screening-Programm wird von den Krankenkassen und den Kassenärztlichen Vereinigungen getragen.

Mammographie-Screening

Die beste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs ist die Mammographie. Seit Mai 2007 werden im Raum Thüringen-Süd-Ost alle Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms zu einer speziellen Röntgenreihenuntersuchung eingeladen. Ziel des Programms ist es, Brustkrebs möglichst früh zu entdecken, um ihn noch erfolgreich und schonend behandeln zu können.

Radiologische Praxis

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